Morgenmacher - Das Magazin der METRO Group Future Store Initiative

| Zum Servicemenü | Zum Kapitelmenü | Zum Zusatzmenü - weiterführende Links |

Buchempfehlung

Leitbild: Kollage

Buchempfehlung

Inhalt

Rem Koolhaas: Delirious New York. Ein retroaktives Manifest für Manhattan. Arch + Verlag, 2006, 3. Auflage

Im 17. Jahrhundert kaufte der niederländische Seefahrer Peter Minuit den Algonkin-Indianern die Insel Manhattan für umgerechnet etwa 24 US$ ab. Eine lohnende Investition. Heute ist Manhattan (ursprünglich Manna-hata = "hügeliges Land") Zentrum einer der größten und bedeutendsten Metropolen der Welt. In seinem 1978 erstmals veröffentlichten Buch "Delirious New York" zeichnet der niederländische Architekt Rem Koolhaas das Bild einer Stadt im Spannungsfeld zwischen einzigartiger Baukunst und einer sich ständig verändernden urbanen Kultur. Einer – wie Koolhaas es nennt – "Kultur des Staus".

Ulrich Beck/Edgar Grande: Das kosmopolitische Europa. Suhrkamp Verlag, 2004

Mit ihren 27 Mitgliedstaaten und rund 490 Millionen Einwohnern ist die EU zu einem Konglomerat aus Religionen, Nationen und Kulturen herangewachsen. Ist die Idee von Europa als Zusammenschluss von Nationalstaaten überhaupt noch zeitgemäß? Oder muss das Konzept "neu gedacht werden"? Dieser Frage gehen der Soziologe Ulrich Beck und der Politikwissenschaftler Edgar Grande nach – und gelangen dabei zu einem grenzübergreifenden, eben kosmopolitischen Blick auf den Kontinent.

Herwig Birg: Die Weltbevölkerung. Dynamik und Gefahren. C. H. Beck Verlag, 2004

Derzeit leben rund 6,6 Milliarden Menschen auf der Erde, vier Milliarden mehr als noch vor 200 Jahren. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung in den westlichen Industrienationen, die Gesellschaften altern. Mit den Auswirkungen des Bevölkerungswachstums beschäftigt sich der Autor Herwig Birg, Professor an der Universität Bielefeld. Auf 130 Seiten erläutert er die wichtigsten Aspekte der demografischen Entwicklung zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Kurz, prägnant und für jeden verständlich!

Urs P. Gasche/Hanspeter Guggenbühl: Das Geschwätz vom Wachstum. Orell Füssli Verlag, 2004

Ob Politiker, Unternehmen oder Wissenschaftler: Fast täglich erklingt die Forderung nach mehr Wachstum. Eine realitätsferne Illusion, die die Schweizer Wirtschaftsjournalisten Urs P. Gasche und Hanspeter Guggenbühl entzaubern möchten. Wachstum ist kein Allheilmittel, so der Tenor des Buchs. Polarisierend aber lesenswert gehen die Autoren der Wachstumsthese anhand von konkreten Beispielen auf den Grund. Ein Buch zum Nachdenken und Diskutieren.

Albrecht Rothacher: Mythos Asien? Licht- und Schattenseiten einer Region im Aufbruch. Olzog Verlag, 2007

Hoch technologisierte Städte und Urwalddörfer, Armut und Reichtum, jahrtausendealte Kulturen und oberflächlicher Massenkonsum. In kaum einem Gebiet der Welt liegen Gegensätze so nah beieinander wie in Ostasien. Albrecht Rothacher beschäftigt sich mit eben dieser Zwiegespaltenheit. Er zeigt sowohl die Chancen dieser Boomregion als auch die Schwächen der asiatischen Wirtschaftsmächte auf. Informationen zu Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion lassen den Leser die Vielschichtigkeit Ostasiens besser verstehen – den Mythos Asien jedoch zugleich verblassen.

Britta Orgovanyi-Hanstein: Die Geschichte Europas – ganz einfach. Candor Verlag, 2005

Der Titel ist Programm: Auf nur 55 Doppelseiten analysiert Britta Orgovanyi-Hanstein die gesamte Geschichte Europas – von der Antike bis zur Gegenwart. Ihr gelingt es, komplexe Zusammenhänge zu vereinfachen, ohne zu simplifizieren, und zu reduzieren, ohne etwas Wesentliches wegzulassen. Für eine derart kompakte Darstellung entwickelte die Forstwirtin und Historikerin den "Geschichtsbaum Europa". Die Linde erfasst die wichtigsten Ereignisse der vergangenen 4.000 Jahre.

Werner Weidenfeld/Wolfgang Wessels (Hrsg.): Europa von A bis Z. Taschenbuch der Europäischen Integration, Nomos Verlag, 2005

Das Standardnachschlagewerk der angesehenen Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld und Wolfgang Wessels wendet sich an alle, die sich schnell und umfassend über Europa informieren wollen. "Europa von A bis Z" bilanziert in einem historischen Überblick Motive und Stationen des Einigungsprozesses und erläutert Organe und Einrichtungen sowie Rechtsgrundlagen und Verfahren der EU. Ein Europa-ABC mit mehr als 200 Worterklärungen, Schaubildern und Tabellen ergänzt den Band.

Adolf Muschg: Was ist europäisch? Reden für einen gastlichen Erdteil. C.H. Beck Verlag, 2005

Was verbindet die Europäer? Dieser Frage geht der Schweizer Schriftsteller und Präsident der Berliner Akademie der Künste Adolf Muschg nach. Seine Antwort: Nicht der gemeinsame Wirtschaftsraum, sondern die gemeinsame Kultur hält Europa im Kern zusammen. Es muss seine Differenz zu einem ökonomisch dominierten Verständnis von Globalisierung entwickeln und behaupten. Wie eine solche europäische Identität im Spannungsfeld zwischen föderalistischem Pragmatismus und kosmopolitischer Utopie aussehen könnte, erörtert der Autor in seinem Buch.

Jorge Semprún/Dominique de Villepin: Was es heißt, Europäer zu sein. Murmann Verlag. 2006

So wenig der spanische Schriftsteller und Sozialist Jorge Semprún und der heutige französische Premierminister Dominique de Villepin auf den ersten Blick gemeinsam haben, teilen beide feste europäische Überzeugungen. Ihr Buch ist das Ergebnis eines intensiven Briefwechsels und zahlreicher Gespräche. Beide betonen die Einzigartigkeit der europäischen Integration und stellen fest, dass das Prinzip Europa – der Verfassungskrise und kritischen Stimmen zum Trotz – von niemandem infrage gestellt wird.

Günter Verheugen: Europa in der Krise. Für eine Neubegründung der europäischen Idee. Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2005

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission gilt als Architekt der EU-Osterweiterung. In seinem aktuellen Buch fragt er: "Quo vadis Europa?". Aus Sicht Verheugens ist die EU nicht nur für den Friedenserhalt auf dem Kontinent unerlässlich. Vielmehr ist die EU eine Weltmacht im Prozess der Entstehung. Sein Plädoyer: Europa soll auch in der Weltpolitik friedliche Transformation und Konfliktlösung fördern.

Jeremy Rifkin: Der europäische Traum. Die Vision einer leisen Supermacht. Campus Verlag, 2004

In seinem Buch macht sich Jeremy Rifkin auf die Suche nach einer neuen, zukunftsfähigen Weltordnung und findet sie – in Europa. Der alte Kontinent sei der Hoffnungsträger für eine gerechtere Welt. Europa habe alte Feindschaften überwunden und vorbildliche Formen des Miteinanders entwickelt. Der neue Wirtschaftsraum ist der größte der Welt. Die Supermacht bleibt aber bescheiden und setzt auf Nachhaltigkeit und Ausgleich. Rifkin fordert Europa auf, seine Stärken zu erkennen und seine globale Verantwortung anzunehmen.

Zum Seitenanfang


Weitere Informationen



Stand 3. Juli 2007 | Copyright METRO AG | Nutzungsbedingungen/Impressum

Morgenmacher - Das Magazin der METRO Group Future Store Initiative

| Zum Servicemenü | Zum Kapitelmenü | Zum Zusatzmenü - weiterführende Links |